Geschichte des Punzenlehens bis zur Barockzeit  (...in Arbeit)

 

 

Das Wappen von Berchtesgaden ist gevierteilt, in der Mitte ein Herzschild mit den bayerischen Rauten, das auf die Landeszugehörigkeit hinweist.

Die beiden Felder von links oben und rechts unten zeigen auf rotem Grund je zwei Schlüssel, von denen der goldene (Bindeschlüssel) nach links oben gerichtet über dem silbernen (Löseschlüssel) liegt.

Seit em 17. Jahrhundert wurde dieses gevierteilte Wappen von der Fürstprobstei Berchtesgaden geführt; lediglich an Stelle des Herzschildes mit den bayerischen Rauten war das persönliche Wappen des Probstes eingefügt.Das oben beschriebene Wappen wurde dem Markt Berchtesgaden am 15.12.1891 vom Staatsministerium des Innern verliehen.Diese Schlüssel erinnern an den ersten Kirchenpatron der Stiftskirche, Petrus (und Johannes) und die unmittelbare Verbindung des Stiftes mit Rom. Die beiden Felder rechts oben und links unten zeigen je 6 silberne Lilien auf blauem Grund aus dem Wappen der Mitstifterin Gräfin Irmingard von Sulzbach (im blauen Feld links unten ist eine Lilie durch das Herzschild mit den bayerischen Rauten verdeckt).

Das Wappen von Bischofswiesen zeigt auf grüner Wiese einen sogenannten Feldkasten, dahinter in blau zwei gekreuzte Bischofsstäbe. Das Blau des Himmels in Form eines Lilienblattes erinnert an Irmengard, die Stifterin des Klosters Berchtesgaden, die in ihrem Wappen 6 Lilien hatte, und drückt die Einverleibung der Bischofswiese in das Stiftsland Berchtesgaden aus.

 

Das Erzstift Salzburg hatte im Bereich der jetzigen Gemeinde Bischofswiesen eine Wiese. Laut Urkunde vom 8. Mai 1155 tauschte der Erzbischof Eberhard I. vom Erzbistum Salzburg mit dem Stiftsprobst von Berchtesgaden Heinrich I. diese Wiese gegen ein dem Heinrich gehörendes Gut in Landersdorf (Niederösterreich). Dadurch wurde diese Wiese dem Stiftsgebiet Berchtesgaden einverleibt.